Dieter Merle zum Präsidenten des Hessischen Finanzgerichts ernannt

Der bisherige Vizepräsident des Hessischen Finanzgerichts, Dieter Merle, ist zum Präsidenten des Hessischen Finanzgerichts ernannt worden.

Dieter Merle wurde 1957 in Alsfeld geboren und ist in Ottrau in der Schwalm aufgewachsen. Nach Abitur und Bundeswehrzeit studierte er an der Universität in Marburg Rechtswissenschaften. Nach dem ersten juristischen Staatsexamen im Jahre 1984 absolvierte Dieter Merle das juristische Referendariat im Landgerichtsbezirk Marburg. Im Anschluss an das zweite Staatsexamen war er als Referent im Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Bonn tätig. Ab 1988 schloss sich die Tätigkeit als Regierungsrat in der hessischen Finanzverwaltung bei den Finanzämtern Biedenkopf und Kassel an. Es folgten zudem Abordnungen an die Oberfinanzdirektion Frankfurt am Main, an das Bundesministerium der Finanzen und an die Verwaltungsfachhochschule in Rotenburg.

1993 wurde Dieter Merle zum Richter am Hessischen Finanzgericht ernannt. In der Folgezeit war er zudem als Prüfer im zweiten Staatsexamen und als Lehrbeauftragter an der Universität Marburg tätig. 2009 erfolgte die Ernennung zum Vorsitzenden Richter und zum Vizepräsidenten des Hessischen Finanzgerichts. Mit Wirkung zum 01.10.2018 wurde Dieter Merle nun zum Präsidenten des Hessen Finanzgerichts ernannt. Er ist damit Nachfolger des in den Ruhestand eingetretenen Präsidenten des Hessischen Finanzgerichts Lothar Aweh.

Dieter Merle ist verheiratet und wohnt im Marburg.

Hintergrundinformation:

Das Hessische Finanzgericht wurde bereits 1947 mit Sitz in Kassel errichtet und ist für ganz Hessen zuständig. Beim Hessischen Finanzgericht arbeiten aktuell 37 Richterinnen und Richter in 12 Senaten sowie 40 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus dem nichtrichterlichen Dienst in der Gerichtsverwaltung. Das Gericht entscheidet insbesondere über die Klagen gegen Steuerbescheide der Finanzämter, gegen Zoll- und Verbrauchsteuerbescheide der Hauptzollämter, gegen Kindergeldbescheide der Familienkassen und bei Streitigkeiten über das Berufsrecht der Steuerberater. Es ist örtlich zuständig, wenn die beklagte Behörde (Finanzamt, Hauptzollamt, Familienkasse) ihren Sitz in Hessen hat und wenn bei einer Klage gegen eine oberste Finanzbehörde der Kläger in Hessen ansässig ist bzw. wenn bei Zöllen und Verbrauchsteuern der Tatbestand in Hessen verwirklicht worden ist. Für Strafen oder Bußgelder wegen Steuerstraftaten oder Steuerordnungswidrigkeiten ist das Hessische Finanzgericht nicht zuständig; das ist Aufgabe der Strafgerichte.

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Vorsitzender Richter am Hessischen Finanzgericht
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